Weiterbildung mit Kuschelfaktor
Burg | Kinderbetreuung, kindliche Entwicklung und frühkindliche Bildung unterliegen einem stetigen Wandel. Gründe dafür sind gesellschaftliche Rahmenbedingungen und technische Weiterentwicklungen sowie neue wissenschaftliche Erkenntnisse über kindliche Entwicklungsprozesse. Deshalb ist es für die Erzieherinnen und Erzieher der städtischen Kindertageseinrichtungen selbstverständlich, sich mit neuen und bislang unkonventionellen pädagogischen Grundlagen vertraut zu machen, um diese später in der Praxis anwenden zu können.
Eine dieser Grundlagen ist die tiergestützte Pädagogik, die auch in Kindertageseinrichtungen zunehmend Beachtung findet. Ob Hunde oder Pferde, Alpakas oder andere Haustiere: Kindertagesstätten werden zunehmend zu Lernorten im Umgang mit Tieren als Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen. Egal ob mit Fell, Federn oder gar einem Panzer.
Um sich auf diesem Gebiet weiterzubilden, besuchten nun einige Erzieherinnen der Kindertagesstätte „Regenbogen“ einen Weiterbildungskurs auf einer Alpaka-Farm. Dort wurden den Pädagoginnen zunächst theoretische Kenntnisse zur tiergestützten Pädagogik vermittelt, ehe sie das weiche Fell der Andentiere berühren durften. Die ersten Erfahrungen mit den Tieren wurden anschließend in der Gruppe reflektiert. Danach ging es darum, in einem ersten Austausch Möglichkeiten zur Umsetzung tiergestützter Pädagogik in der Kita auszuloten.
Eine wichtige Impulsgeberin war dabei Hiltraut Janott, die Eigentümerin der Alpakas und zugleich Veranstalterin der Weiterbildungsmaßnahme. Durch ihre eigenen Erfahrungen im Zusammenspiel zwischen Tieren und Kindern konnte sie weitere Anregungen geben.
Die tiergestützte Pädagogik soll künftig Teil des pädagogischen Konzepts der Kita „Regenbogen“ werden, versicherte die Leiterin der Einrichtung, Ina Gröbke. „Die Interaktion mit Tieren stärkt die eigene Wahrnehmung, verbessert das Körperbewusstsein und die Orientierung, fördert Ausdauer und Konzentration. Sie erweitert die emotionalen, sozialen und kommunikativen Kompetenzen bei Kindern. Deshalb werden wir uns weiter mit dem Thema auseinandersetzen, um auch mit Tieren als Helfern arbeiten zu können. Den Kindern in unserer Einrichtung eine weitere Möglichkeit der Entwicklung und des Lernens zu geben, ist das Ziel.“, so Gröbke.
Dabei lässt sie nicht unerwähnt, dass tiergestützte Angebote Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen können und ihnen helfen, zur Ruhe zu kommen.