Demokratie, Freiheit und Rechtstaatlichkeit – auf diesen Werten beruht ein gutes und solidarisches Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Überzeugung. Sie werden jedoch immer wieder angegriffen. Menschen- und Demokratiefeindlichkeit hat viele Gesichter: Sie reicht von Rechtsextremismus über Antisemitismus, Homosexuellen- und Transfeindlichkeit, islamistischen Extremismus, Islam- und Muslimfeindlichkeit sowie Antiziganismus bis zu linkem Extremismus.

Mit dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“ unterstützt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend das zivilgesellschaftliche Engagement für Demokratie und gegen jede Form von Extremismus. Gefördert werden hierzu Projekte in ganz Deutschland, die sich für ein vielfältiges, respektvolles und gewaltfreies Miteinander einsetzen.

Die Kernziele der aktuellen Förderperiode (2020 bis 2024) lauten:

  • Demokratie fördern
  • Vielfalt gestalten
  • Extremismus vorbeugen

Das Programm bleibt eine zentrale Säule der Strategie der Bundesregierung zur Extremismusprävention und Demokratieförderung und verfolgt weiterhin die dort festgelegten Ziele.

Das Bundesprogramm unterstützt Städte, Gemeinden und Landkreise in ganz Deutschland darin, Handlungskonzepte zur Förderung von Demokratie und Vielfalt im Rahmen von lokalen „Partnerschaften für Demokratie“ zu entwickeln und umzusetzen. Bereits die vorangegangenen Förderprogramme  "VIELFALT TUT GUT" (2007-2010), "TOLERANZ FÖRDERN - KOMPETENZ STÄRKEN" (2011-2014) und AKTIV GEGEN RECHTSEXTREMISMUS, GEWALT UND MENSCHENFEINDLICHKEIT (2015-2019)  haben dazu beigetragen, das vielfältige und gewaltfreie Miteinander in der Stadt Burg zu fördern und demokratische Kulturen nachhaltig zu prägen. Diese positiven Erfahrungen sollen mit der Beteiligung in dieser Förderperiode fortgesetzt werden. Das Bundesprogramm legt seinen Schwerpunkt auf die Förderung von zivilgesellschaftlichem Engagement vor Ort.  „Demokratie leben!“ fördert außerdem die Entwicklung und Erprobung neuer Ansätze und Ideen in den Bereichen Demokratieförderung, Vielfaltgestaltung und Extremismusprävention.  Das Bundesprogramm unterstützt auch die Vernetzung und den Wissenstransfer, sodass aus den Erfahrungen nutzbares Wissen und gelebte Praxis für Viele wird.

Neben dem federführenden Amt der Stadt Burg wurde zur Umsetzung des Bundesprogramms zusätzlich eine externe Koordinierungs- und Fachstelle eingerichtet, welche sich in Trägerschaft des AWO Landesverbandes Sachsen-Anhalt e. V. befindet und durch Frau Nour Muchtar Vorort im AWO Nachbarschaftstreff, Schartauer Straße 48, 39288 Burg vertreten wird.

Auf der Homepage finden Sie bezüglich des Bundesprogramms "Demokratie leben!" und weiteren Förderprogrammen zusätzliche Informationen.

 

Projekte zur Verwirklichung der lokalen "Partnerschaften für Demokratie"
 
Auch Sie können durch ein eigenes Projekt zu der Umsetzung der Ziele des Bundesprogramms aktiv beitragen. Um Ihnen die Ideenfindung ein wenig zu erleichtern, sind hier einige der möglichen Projektschwerpunkte:
  • Soziale Integration
  • Interkulturelles Lernen, antirassistische Bildung
  • Interreligiöses Lernen
  • Kulturelle und geschichtliche Identität
  • Bekämpfung rechtsextremer Bestrebungen bei jungen Menschen
  • Demokratie- und Toleranzerziehung
  • Stärkung der demokratischen Bürgergesellschaft 
Natürlich sind auch weitere Programmschwerpunkte mit der grundlegenden Zielsetzung Weltoffenheit und gegenseitiges Interesse, Vielfalt und Toleranz als Stärke und Grundlage für eine demokratische Gesellschaft und Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger am gesellschaftlichen Leben möglich.
 
Nicht förderfähig sind jedoch:
  • Maßnahmen, die überwiegend schulischen Zwecken, dem Hochschulstudium, der Berufsbildung außerhalb der Jugendsozialarbeit, dem Breiten- und Leistungssport, der religiösen weltanschaulichen Erziehung dienen.
  • Projekte, die durch anderweitige Bundes- oder Landesförderungen abgedeckt werden können.



Anträge sind an das federführende Amt der Stadt Burg, In der Alten Kaserne 2, 39288 Burg (alexander.tippelt@stadt-burg.de) zu richten. Eine Beratung zur Erstellung eines Antrages kann durch die externe Koordinierungs- und Fachstelle des Programms erfolgen. Ansprechpartnerin ist Frau Muchtar, Tel.: 03921/9775726 oder Mail: Nour.Muchtar@awo-sachsenanhalt.de.

Homepage externe Koordinierungs- und Fachstelle




Begleitausschuss

Wesentliches Element für eine "Partnerschaft für Demokratie" ist der Begleitausschuss, der neben Vertreterinnen und Vertretern aus möglichst allen relevanten Ressorts der kommunalen Verwaltung und anderer staatlicher Institutionen mehrheitlich mit lokalen bzw. regionalen Handlungsträgern aus der Zivilgesellschaft besetzt wird.

Der Begleitausschuss

  • unterstützt und begleitet die Zusammenarbeit zwischen staatlichen und zivilgesellschatlichen Akteuren in der "Partnerschaft für Demokratie";
  • legt die Eckpunkte der Gesamtstrategie nach Beratung in der Demokratiekonferenz fest;
  • analysiert lokale bzw. regionale Unterstützungsmöglichkeiten und organisiert deren Einbindung;
  • berät die lokale Koordinierungsstelle in der praktischen Arbeit, insbesondere bei der Umsetzung und Fortschreibung sowie der nachhaltige Verankerung und
  • entscheidet über die Einzelmaßnahmen, die zur Umsetzung der Zielstellung durchgeführt werden sollen und begleitet diese.